Herr Werner, in zwei Jahren wird die Firma Behrendt ihr 75-jähriges Bestehen feiern. Eine Bilderbuch-Geschichte aus dem Wirtschaftswunder-Deutschland?
Jan Philipp Werner: In der Tat begann die Behrendt Gruppe bereits 1952 als bescheidene, kleine Baufirma. Das Startkapital war ein alter Mercedes 170 S und Bauausrüstung, die auf einen LKW mit Anhänger passte. Die Firma wuchs aber bereits in den Gründungsjahren rasant, weil wie überall in Deutschland auch in Hamburg in den Nachkriegsjahren ein beispielloser Bauboom herrschte. Viele Häuser waren im Krieg zerstört worden, gleichzeitig wuchs die Bevölkerung aber, sodass dringend Wohnraum gebraucht wurde.
Ich denke, wir können mit Fug und Recht beanspruchen, dass die Firma Behrendt Hamburg entscheidend mitaufgebaut hat. Seit Gründung haben wir über eine Million Quadratmeter Wohnfläche gebaut und dafür 950.000 Kubikmeter Sand auf Hamburger Baustellen bewegt. Damit könnte man dreimal die Binnenalster aufschütten.
Wir haben in der Firma diesen lustigen Spruch: Egal wo man in Hamburg steht, dreht man sich einmal im Kreis, wird man immer auf mindestens ein Behrendt-Gebäude blicken können.
